Die digitale Welt der Dating-Haie —————–>

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Lovoo, Once & Co. – ein Selbstversuch

Kennen Sie Lovoo, Tinder, Badoo, Once und wie sie alle heißen, diese neumodischen Dating-Apps? Wenn nicht, haben Sie nichts verpasst. Es geht weit hinaus über die Grenzen der oberflächlichen, unpersönlichen und uncharmanten zwischenmenschlichen Kommunikation! Aber das nur kurz vorweg. Ich habe mich nämlich einfach mal in die digitale Welt der Dating-Haie gestürzt…

Wer Single ist und Mitte Zwanzig, kann schnell mal Torschlusspanik bekommen. Zumindest die Frau. Männer befinden sich hingegen in ihrer Blütezeit des Tobens in fremden Betten. Gut, fallen die schon mal raus. Bleibt noch ein gewisser Rest. Die, sagen wir mal, über 30-Jährigen und unter 40-Jährigen dürfen es in meinem Fall sein. Grenzt den Spielraum enorm ein. Aber gut. Nicht unmöglich sage ich mir.

Als erstes teste ich die mir empfohlene Dating-App Lovoo. Ganz einfach per Mail und Passwort anmelden. Bild hochladen, Name, Alter, Interessen, Größe, Gewicht … stopp, das geht etwas weit. Beschränken wir uns auf die wichtigsten Infos. Dazu gehören unter anderem Fragen die ich beantworten soll. Aber nichts muss.

Wie funktioniert die Welt der digitalen Liebeswütigen nun?

Als wichtigste Funktion fundiert der Live-Radar. Mit diesem werden, in meinem Fall Männer, in meiner Nähe ausfündig gemacht. In Großstädten ist das einfach. Die Suchergebnisse werden in Radar-Form mit Entfernung und Richtung aufgezeigt. Zusätzlich gibt es den „Feed“. Unter dieser Rubrik kann ich ebenfalls Menschen aus meiner Umgebung finden. Dies bezieht sich auf die gesamte Stadt und mögliche Grenzdörfer etc. Nun kann ich entscheiden und loslegen. Liken oder ablehnen. Durch ein Herz oder ein X. Nicht gerade die feine englische Art. Ich lehne mich auf jeden Fall erst Mal zurück und lass mich ein wenig „feiern“. Ich bin die Frau und möchte bitte erobert werden. Wird hier doch auch möglich sein. Oder?

Wie sich schnell zeigt, ist dem nicht ganz so. Zumindest haben die meisten Männer eine andere Vorstellung des Chattens als ich. Ich bekomme zu allererst Chat-Anfragen. Diese kann ich annehmen oder ablehnen. Über beides wird der Interessierte informiert. Beim Lesen der Anfragen würde ich am liebsten schon den Kopf gegen die Wand knallen. Ernsthaft? – Ich  dachte über Lovoo möchte man jemanden kennenlernen und nicht nur mal eben schwups ins Bett hüpfen oder für einen Abend mieten. Dafür ist doch Tinder zuständig oder? Naja hier

meine Erlebnisse auf Lovoo zusammengefasst:

  • „Naa du.“
  • „Wow bist du süs.“
  • „richtig hübsch.“
  • „Hey, ich bin öfter mal in der Stadt und suche jemanden für eine Veranstaltung, auf die ich eingeladen bin. Hast du Bock mitzukommen?“
  • „Meine Freundin und ich sind morgen für eine Nacht in der Stadt, hast du Lust dich mit uns in einer Bar zu treffen? Wir kommen für alle Kosten auf.“
  • „Ich hab ja mal gehört Milch macht schön, aber wie viel Liter hast du getrunken, verdammt?“

Dieser kurze Einblick reicht aus, denke ich. Gut, dass ich dort nicht den Mann meines Lebens treffe, ist damit auch besiegelt. Auf ein, zwei Nachrichten hab ich schließlich doch reagiert. Hier nicht dabei. Diese Protagonisten schienen sich zur Abwechslung Mühe zu geben und niveaulich auf meiner Welle zu gleiten. Aber auch diese Kandidaten erwiesen sich nach ein paar Monaten des Datings als Fehlkonstrukt in meiner von Disney geprägten Liebeswelt.

Ich meldete mich ab. Probierte Badoo. Nicht der Rede wert. Da räumte ich nach sage und schreibe 4 Stunden das Feld. Ein letzter Versuch ging an Once. Über diese App hatte ich sogar in der ZEIT gelesen. Na das muss was heißen.
Menschen die anhand deines Profils einen passenden Partner für dich suchen. Ohne großes Hin- und Hergewische und Zufallsauswahl. Klingt erst mal gut.
Ich lud 3,4 Bilder auf mein Profil, diese mussten sogar bestätigt werden und füllte alles aus, was von mir verlangt wurde. Name, Alter, Beruf und Interessen. Viel mehr gab es da auch nicht. Das fand ich etwas verwunderlich. Das ist noch oberflächlicher als Lovoo. Da muss ich mich fast nur auf die Bilder beschränken. Und wenn ich Pech habe, hat der vorgeschlagene Kandidat nur ein Bild online gestellt. Es wird mir nämlich täglich um 12:06 Uhr ein neuer Mann vorgeschlagen, der sich in der von mir angegebenen Altersspanne befindet. Die meisten sind Ende 20.
24 Stunden Zeit um eine Entscheidung zu treffen. Ja oder nein. Egal was ich wähle, der andere weiß welchen Knopf ich drücke. Like ich bekommt der andere den Vermerk „Du gefällst XY“, lehne ich ab, bekommt der andere keinen Bescheid. Wenn dieser nicht völlig auf den Kopf gefallen ist, weiß er natürlich was dem zu Grunde liegt.
Ich schloss überwiegend positiv ab. Bekam viele Likes und ab und an eine Nachricht. Nur waren die Nachrichten stets von Kandidaten, die ich leider schon kategorisch aussortieren musste. Es mag oberflächlich sein. Aber in dieser Welt der reinsten Oberflächlichkeits-Regierung kann dem nur so sein.
So drückten mich Faktoren wie Fitnessstudio-Fotos oder Nachrichten wie „Hey du siehst nice aus, ich dachte ich schreib dir mal.“ In Richtung X. Sorry Guys.
Mit einem jungen Mann schrieb ich eine Weile anspruchsvolle Texte. Wir trafen uns. Aber auch daraus wurde nichts. Passte einfach nicht.
Also wartete ich weiter, jeden Tag, dass es 12:06 Uhr wurde. Doch entweder war es, Widererwartens ein Kopfschlag auf den Tisch, oder ich likte und wurde auch gelikt, aber nichts passierte. Nichts. Gar nichts. Hab ich da was nicht verstanden?

Was ist nur mit den Männern los? Soll ich dem Prinzesschen den Hof machen?
Ich bin da eher von der alten Schule und möchte doch selbst gern den Hof gemacht bekommen. Naja zumindest fallen hier schon mal die ganzen Memmen und selbstverliebten Hirnis weg. Hofft man. Aber ja es passierte und passierte nichts. Die wollen mich wohl veräppeln.
Es besteht noch die Möglichkeit sogenannte Kronen zu kaufen. Für eine Krone kannst du einem Wunschpartner schreiben, der dir aufgelistet wird. Eine Krone kostet wohlgemerkt einen Euro. Ohne Sicherheit auf Antwort. Nicht mit mir.

Nach ein paar Wochen hab ich auch von dieser Dating-App die Faxen dicke. Ich möchte meinen Kopf nicht mehr irgendwo gegenklatschen. Bringt alles nichts. Lehne ich mich einfach wieder zurück und erspähe Ausschau nach dem unverhofften Prinzen auf dem weißen Pferdchen. Er kann aber auch zu Fuß kommen.
Wie sagt Oma immer so schön: „Unverhofft kommt oft“…

Text: Julia by Jungfrau+

 

 

 

Tabuthema Analsex ——–> Spaß von hinten?

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Spaß von hinten? – Ungern…

Neues entdecken, ausprobieren und etwas riskieren – hört sich erst mal gut an. Doch in der Praxis scheitern wir oftmals an unserem inneren Schweinehund oder einer gewissen Schamgrenze. Wie wenn wir intim werden. Ob das erste Mal zusammen im Bett, oder schon vertraute Routine – beim Sex offenbaren wir uns, legen alle nackten Tatsachen auf den Tisch. Das kann schon mal peinlich oder unangenehm werden. Oder wie stehen Sie beispielsweise zum Thema „Analsex“? Schon mal ausprobiert?

Unangenehme Pause…

Sobald wir intim werden, egal ob das erste Mal oder mit dem langjährigen Partner, lassen uns  Fragen wie „Stehst du Analsex?“ oder Aussagen wie „Ich würde dich gern mal in den Po ficken“ schnell verstummen. Da ist die erwachsene Frau ganz schnell wieder 16 und weiß nicht, was sie dazu sagen soll. Wir möchten nämlich nicht mit bestimmten Sekreten, Absonderungen oder dergleichen in Verbindung gebracht werden. Schlimm genug, dass wir uns Pupsen und Rülpsen verkneifen müssen. Also liebe Männer, wie habt ihr euch das vorgestellt? Wir die Frauen, die für euch gern sexy, elegant und makellos sein möchten, sollen uns auf den Deal mit einem Penis im Po einlassen? Klingt erst mal semioptimal – müsst ihr zugeben?!

Und genau deshalb ist es nachwievor ein Tabuthema.

Wer will schon den Penis seines Sexualpartners in die Körperöffnung stecken – sagen wir wie es ist – durch welche wir uns entleeren. Logisch, dass das nicht bei jedem auf sexuelle Fantasien stößt. Man muss dazu sagen, dass nicht jede Frau ein Problem damit hat. Hut ab vor den Frauen, die das klar trennen können und sich fallen lassen können. Was ich mich an dieser Stelle frage: in der heutigen Gesellschaft, in der die Frau emanzipierter denn je ist und der Mann sogar Hausfrauentätigkeiten übernimmt – wieso schämen wir uns immer noch, wenn es um dieses Thema geht und können nicht unverklemmt und voller Lust in die Vollen starten?

Was viele nicht wissen, Analsex ist nicht erst in den letzten Jahren aufgekommen. Schon die Griechen hatten Spaß „von hinten“. Kaum zu glauben, dass wir eher einen Rückschritt gemacht haben. Heutzutage ist Analsex in manchen Regionen oder Religionen sogar verboten? Es steht für eine „schmutzige Praktik“. Aber mal ehrlich. Das sollte doch im 21. Jahrhundert jedem selbst überlassen sein. Wer Spaß dran hat, bitte – oder?

Witzig ist, wenn man mal darüber nachdenkt, inwiefern Mann und Frau das Thema sehen, kann man eine klare Verbindung zu dem damaligen Urverhalten ziehen.

Der Mann:

Ihn schmerzt es relativ wenig, zuzugeben, dass er auf Analsex steht. Denn er verbindet damit wilde Sexfantasien, und vor allem Macht und Kontrolle. Ganz kurz: das klassische Urverhalten des Mannes.

 

Die Frau:

unterwirft sich hingegen, indem sie die Macht und Kontrolle an den Mann abgibt. Hinzu kommt, dass es eine sehr schmerzliche Angelegenheit für sie werden könnte. Denn der Schließmuskel ist im Normalfall sehr eng und dehnt sich nur mit Geduld. Aber genau dieser Aspekt ist für den Mann entscheidend. Denn umso enger das Loch ist, in welches er eindringt, ob nun vorn oder hinten, desto geiler macht es ihn.

Immer noch nicht schlauer.

Butter bei die Fische – Natürlich probieren wir es mal aus, wir wollen ja schließlich wissen wie es ist. Aber wir schämen uns oftmals dafür. – Muss das wirklich sein? Nein! Denn genau wie für die Vorliebe zu Pornos, gewissen Sextoys oder Fetischen, für die wir uns Schämen oder rechtfertigen müssen, sollten wir auch bei diesem Thema keine Schamgrenze aufstellen. Klar kann es peinlich ausgehen. Man pupst, oder womöglich ändert der Penis seine Farbe. So what! Wir sind alle nur Menschen und kochen mit Wasser. So etwas passiert. Also: Ruhe bewahren und weiter im Programm. Jeder soll selbst entscheiden ob er einen Penis in seinem Po haben möchte oder nicht. Der eine steht drauf, der andere eben nicht.

Wie macht Analsex denn nun Spaß?

  • die angenehmsten Positionen sind: die a-tergo-Stellung (von hinten) und die Löffelchen-Stellung
  • Ein Butt Plug (Sextoy) kann vor dem Akt beim entspannen helfen.
  • Gleitgel hilft beim Eindringen.
  • Und unbedingt ein Kondom benutzen – denn auch bei Analsex können Sexualkrankheiten übertragen werden oder schlichtweg Bakterien aus dem Darm in die Harnröhre des Mannes wandern.

Text: Julia by Jungfrau+